Nachhaltigkeit

Was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit?

Streuobstwiese Oppau

Entwicklung Nachhaltigkeit

Der Begriff der Nachhaltigkeit wurde erstmals im Jahr 1713 von der Land- und Forstwirtschaft geprägt. Zunächst wurde der Begriff mit der Nutzung und der Erhaltung des Waldes in Verbindung gebracht.

Die damalige Holzknappheit führte Grundbesitzer zu der Erarbeitung und Einhaltung eines Konzepts. Das Holzvorkommen sollte langfristig gesichert werden. Bis ins 20. Jahrhundert wurde der Begriff der Nachhaltigkeit nur für die Land- und Forstwirtschaft genutzt1.

 

Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages stellte 1995 ein Drei-Säulen-Modell vor. Dieses zeigte drei verschiedene Teilaspekte der Nachhaltigkeit auf:

  • Ökologische Nachhaltigkeit,
  • Ökonomische Nachhaltigkeit
  • Soziale Nachhaltigkeit2.

Eine erneute Prägung des Nachhaltigkeitsbegriffs erfolgte im Zweiten Weltkrieg, als er aus der ökologischen Notwendigkeit heraus auf weitere Bereiche übertragen wurde. Meadows überträgt 1972 den Nachhaltigkeitsaspekt erstmals in seiner Publikation „The Limits To Growth“ auf die Wirtschaft3. Dazu beschäftigt er sich mit dem exponentiellen Wachstum und dessen Folgen hinsichtlich der begrenzten Ressourcen. Zudem nennt er fünf Herausforderungen, mit denen die moderne Gesellschaft zunehmend Probleme hatte:

  • Industrialisierung,
  • Bevölkerungswachstum,
  • Hunger in vielen Teilen der Erde,
  • Versiegen fossiler Brennstoffquellen
  • weiter verschlechternde Umweltsituation4.

1 Vgl. Zimmermann, F. M. (2016), S. 2f.
2
Vgl. Bartol, A./Herkommer, E. (2004), S. 2.
3
Vgl. Meadows, D. (1972), S. 1.
4
Vgl. Meadows, D. (1972), S. 45ff.

ESG-Ziele

Ziele für Nachhaltige Entwicklung

Als Wegweiser für die Entwicklung von Nachhaltigkeitszielen dient die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. Diese wurde am 25. September 2015 von 193 Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfeltreffen der Vereinten Nationen in New York verabschiedet. Die Agenda 2030 ist ein „Weltzukunftsvertrag“. Mit diesem Vertrag verpflichten sich die Staaten dazu, allen Menschen bis zum Jahr 2030 ein Leben in Würde zu sichern.

Die Agenda 2030 nennt fünf Kernbotschaften, die den 17 Zielen als Handlungsprinzipien vorangestellt sind:

  • Die Würde des Menschen im Mittelpunkt.
  • Den Planeten schützen.
  • Wohlstand für alle fördern.
  • Frieden fördern.
  • Globale Partnerschaften aufbauen.

Um die Agenda 2030 auch in Deutschland umzusetzen, hat die Bundesregierung 2016 die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen und 2018 aktualisiert. Darin legt sie fest, welche Beiträge sie für die nachhaltigen Entwicklungsziele leistet und leisten wird. Die Strategie umfasst das gesamte Spektrum der Nachhaltigkeitsthemen, von höheren Bildungsabschlüssen, der Verringerung der Einkommensungleichheiten zwischen Männern und Frauen, über die Sicherung von sozialem Wohnraum, bis hin zu Handelschancen für so genannte Entwicklungsländer.

Alle zwei Jahre erstellt das Statistische Bundesamt einen Indikatorenbericht. Aus diesem wird ersichtlich, wie weit die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie bereits umgesetzt wurde und wo weiterer Handlungsbedarf besteht.

 

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